Dr. Kristine von Soden: „Ich freue mich, dass der Mond am Himmel steht“
Sie traf den Ton der Zeit: mit ihren schmetterlingsleichten Phantasien aus kessem Witz und melancholischer Weisheit. Im Arbeiterfürsorgeamt der Jüdischen Organisationen Deutschlands, Berlin, verdient sich das Emigrantenkind aus Galizien als Stenotypistin ihr Brot. Nebenher schreibt Mascha Kaléko Gedichte und schickt sie an Zeitungen. Mit Erfolg. Führende Blätter reißen sich um ihre Verse über Liebe, Hoffnung, Sehnsucht und Einsamkeit.
1933, wenige Wochen vor Hitlers Machtantritt, erscheint ihr Debüt: „Das lyrische Stenogrammheft“. Bittere Jahre sollten folgen, geprägt von Publikationsverbot, Emigration und Heimatlosigkeit. Doch Mascha Kaléko bleibt dem Zauber ihrer Worte treu – unterstützt nicht zuletzt durch Albert Einstein, mit dem sie sich in den USA Briefe schreibt.
Diese Veranstaltung ist Teil der Literaturtage Ahrenshoop. Entdecke weitere Lesungen, Gespräche und kulturelle Begegnungen im Künstlerort Ahrenshoop – für Literaturbegeisterte aus der Region und Urlaubsgäste an der Ostsee.
Preis: 10.00 €