Künstlerkolonie und klassische Moderne in Ahrenshoop
Das Kunstmuseum Ahrenshoop bewahrt einen Bestand von über 1.000 Gemälden, grafischen Arbeiten und Skulpturen von Künstlerinnen und Künstlern, die in Ahrenshoop oder der umliegenden Küstenregion gelebt, gearbeitet oder regelmäßig als Sommergäste gewirkt haben.
In den regelmäßig neu konzipierten Sammlungspräsentationen werden Werke gezeigt, die die künstlerische Vielfalt in und um Ahrenshoop seit der Gründung der Künstlerkolonie eindrucksvoll widerspiegeln. Für die frühen Jahre stehen unter anderem Arbeiten von Elisabeth von Eicken, Anna Gerresheim, Paul Müller-Kaempf, Friedrich Wachenhusen und Hugo Richter-Lefensdorf exemplarisch.
Die Präsentation in Saal III trägt den Titel „Das stille Leben – Landschaftsanblicke und Landschaftsfantasien“. Im Zentrum des künstlerischen Erbes von Ahrenshoop steht insbesondere die Landschaftsmalerei. Kunsthistorisch knüpft sie an die Tradition der Freilichtmalerei von Barbizon sowie an die Weimarer Malerschule an, deren Impulse im späten 19. Jahrhundert auch die großen Akademien beeinflussten.
Für die Künstlerinnen und Künstler der Kolonie eröffnete sich im Arbeiten unter freiem Himmel ein besonderer Freiraum. Das natürliche Licht stellte für sie eine Verbindung zur Weite des Kosmos her und ließ die Dinge in einer Weise erscheinen, die sie als unverstellt empfanden. Diese durch das Himmelslicht geprägte Wahrnehmung zeigte sich in scheinbar unspektakulären Motiven, deren Unmittelbarkeit gerade ihre Überzeugungskraft ausmachte. Möglicherweise erklärt dies auch, warum das Meer, trotz der Lage Ahrenshoops an der Ostsee, kein dominierendes Sujet wurde. Zu stark war es noch mit dem Pathos höfischer Marinemalerei verbunden. Stattdessen fanden sich die zentralen Motive an seinen Rändern – in den ruhigen, kargen Szenerien von Strand, Dünen, Wiesen und Küstenwald. *** Möchtest du den Text noch stärker kürzen oder eher in eine werbliche (z. B. für Website/Marketing) Richtung umschreiben lassen?
Preis: 10.00 €